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Turnierhundesport
Seit den Anfängen vor über 30 Jahren hat sich der Turnierhundesport (THS) inzwischen zu einer festen Größe im Angebot vieler Hundesportvereine entwickelt. Seine passende Kurzbeschreibung dürfte wohl "Leichtathletik mit Hund" lauten. Ein Grund für den Erfolg: THS ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Die ursprüngliche Bezeichnung des Turnierhundesports ist "Breitensport". Diese Bezeichnung hat er wegen seiner "alternativen" Form des Hundesports erhalten. Sinn uns Zweck war es Freizeitmöglichkeiten und den gestiegenen Bedarf an Ausbildungsmöglichkeiten der Hunde in einer aktiven und lockeren Art zu vereinbaren.
Der Turnierhundesport unterscheidet eine Reihe von unterschiedlichen Disziplinen:
- Vierkampf (mit Leistungsstufe 1 und 2)
Hierzu gehören die Übungsteile:
Gehorsam wie z.B. Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung, sowie Stehübung bei Vierkampf 2
Hindernislauf diese Strecke ist 75 m lang und hat als Hindernisse eine Hürde, eine Treppe, einen Tunnel, einen 65 Zentimeter hohen Laufsteg, einen Reifen, einen Hoch-Weit-Sprung. Die Hunde müssen die Hindernisse erklettern oder durchlaufen, der Hundeführer darf hingegen neben den Hindernissen laufen
Slalom diese Strecke ist 75 m lang und das Team (Hund und Hundeführer) müssen einen 1,40 m breiten Zick-Zack-Kurs gemeinsam bewältigen. Um Strafpunkte zu vermeiden muss das Team alle Tore passieren - es darf keine Stange ausgelassen werden. Zwei Wertungsdurchgänge fließen in die Ergebnisermittlung ein.
Hürdenlauf Im Vierkampf 1 (Einsteigerklasse) haben Hund und Hundeführer eine 50 Meter lange Sprintstrecke gemeinsam und parallel zu bewältigen, wobei der Hund drei Hürden in Höhe von 40 cm zu überwinden hat. Die Gesamtzeit von 2 Durchgängen fließt in die Gesamtwertung ein.
Der Hürdenlauf im Vierkampf 2 besteht nur aus 1 Durchgang auf einer Strecke von 2 mal 40 m. Dazu müssen aber insgesamt 6 Hürden überwunden werden. Das Problem hierbei ist, dass hier den Hundeführer ebenfalls die Hürden bewältigen muss. Die Gefahr hierbei ist also verdoppelt, da auch der Hundeführer Fehler machen kann (Hürden umwerfen) oder auch zeitlich mit seinem Hund mithalten muss. Hund und Hundeführer sollten hier zeigen, dass sie ein Team sind.
- Hindernislauf
Der Hindernislauf aus dem Vierkampf wird hier als eigenständige Disziplin ausgeführt.
- Geländelauf (2.000 und 5.000 m)
Fast jeder gesunde Hund, egal ob Rassehund oder Mischling, groß oder klein, bringt die Voraussetzungen zum Lauftraining mit. Dadurch ist der Einstieg in diese THS-Disziplin einfach. Die Laufstrecke, die häufig durch Wald und Flur verläuft ist selten asphaltiert und wird mit dem angeleinten Hund bewältigt. Im Idealfall läuft der Hund ohne zu ziehen an lockerer Leine.
- CSC (Combinations-Speed-Cup)
Hier sind 3 Hunde mit ihren Hundeführern am Start. Es geht um Tempo, Gehorsam, Sozialverträglichkeit und Führung der Hunde - auch in Situationen hoher Anspannung. Der Parcours ist in 3 Sektionen, gespickt mit Hindernissen, Slalomtoren und Wendestangen, aufgeteilt. Jeder Hundeführer steht mit seinem Hund an der ihm zugewiesenen Startposition und darf dort erst dann loslaufen, wenn der vorherige Läufer sein Ziel (das wartende Team) erreicht hat.
- Shorty
Zwei sich kreuzende Hindernisbahnen stellen die Anforderungen an die Teams dar.
- QSC (Qualifikations-Speed-Cup)
Zwei Teams (Hund/Mensch) kämpfen auf parallelen, baugleichen Hindernisparcours um den Sieg.
Im K.O.-System - Sieger gegen Sieger - wird der Tagesbeste ermittelt.
Dieses breit gefächerte Angebot bietet ideale Möglichkeiten zu spontanen, spielerisch aufgebauten sportlichen Handlungen mit dem Hund und es macht allen Beteiligten Spaß. Durch die unterschiedlichen Anforderungen an das Leistungsvermögen von Hund und Hundeführer (Teams) wird die Hemmschwelle zum Einstieg drastisch gesenkt und schafft nicht zuletzt auch für Kinder und Jugendliche eine attraktive Freizeitgestaltung mit ihren Vierbeinern und mit Gleichgesinnten.
Die einzelnen Übungen haben messbare Leistungsanforderungen und sind dem natürlichen Lernverhalten und dem Leistungsvermögen von Hund und Halter angepasst. Alle Disziplinen des Turnierhundesports sind so aufgebaut, dass sie mit Hunden aller Größen und Veranlagung ausgeführt werden können; der Mensch sollte allerdings ebenfalls sportlich sein - es gibt aber hier Altersklassen und Geschlechtertrennung in einer nach oben offenen Wertungsskala.