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"Rocky" 

* ca. September 1988

t 29.12.2006

 

Als mein Mann eines Tages in seinem Beruf als Postzusteller unterwegs war, 

sah er in einem Garten eine kleine Katze die von einem Hund gejagt wurde.

Als er die Besitzer auf die Katze angesprochen hatte, sagten diese,

dass er die Katze mitnehmen könnte, sie würde sonst sowieso eines Tages

überfahren, da das Grundstück direkt neben der Autobahn war.

Nach der Arbeit fuhr mein Mann wieder hin und nahm die Katze mit nach Hause.

Er baute gleich einen Kratzbaum für sie.

Da mein Mann und ich ganz unterschiedliche Arbeitszeiten hatten, war sie es gewohnt 

fast nie allein sein zu müssen.

Als mein Mann dann 1989 starb war sie den ganzen Tag alleine.

Rocky verstand das nicht und wurde unrein - jeden Tag stank es irgendwo anders in der Wohnung.

Da wir bzw. meine Mutter nicht wollte, dass Rocky in ein Tierheim kommt,

nahm sie meine Mutter zu sich und siehe da alles war wieder gut.

Zum einen war meine Oma den ganzen Tag zu Hause und auch "Sascha" war unterm Tag bei meiner Mutter bzw. Oma.

Seit dieser Zeit lebt Rocky glücklich und zufrieden bei meiner Mutter.

Im Spätherbst bekam sie dann auch noch Gesellschaft von einem Kater ("Mickey").

Das gefiel ihr die ersten drei Tage ganz und gar nicht und sie versteckte sich auf der Küchenzeile

und kam nur zum Fressen und auch erst nach dem Vergewissern herunter, dass die andere Katze nicht da ist.

Dieses Verhalten wurde aber nach den drei Tagen zunehmend besser.

Danach spielten sie zusammen und lebten glücklich und zufrieden bis Mickey im Juni 2004 von uns gehen musste.

Mitte 2006, als ich wieder mal mit Thunder zum Tierarzt musste nahmen wir Rocky mit, 

da sie immer mehr an Gewicht verlor, aber ansonsten ganz o.k. war.

Der Tierarzt wog sie (sie wog nur noch 3 kg) und sagte, dass wir das Gewicht kontrollieren sollten 

und sie nicht mehr abnehmen sollte.

Im Herbst 2006 wurde Rocky immer komischer.

Wir schoben es auf die umfassenden Umbaumaßnahmen, die im uns am Haus vorgenommen wurden, 

wobei Rocky mit seinem Kratzbaum auch teilweise in die Küche umziehen musste.

Sie machte immer öfter neben ihr Katzenklo und kam nur noch selten aus ihrer Katzenhöhle heraus.

Weihnachten merkten wir dann auch, dass sie wahrscheinlich nichts mehr sieht 

und daher wahrscheinlich ihr Verhalten kam.

Als ich am 29.12.2006 mit Thunder zum Tierarzt fahren musste, nahmen wir Rocky auch mit, 

da sie unserer Meinung nach doch weiter abgenommen hatte.

Der Tierarzt sagte, dass sie total blind ist, ihr Gewicht nur noch 2,5 kg sei und ihre Niere sehr groß sei.

Er meinte, dass es besser sei sie zu erlösen, wozu wir leider zustimmen mussten.

Mutti wollte nicht dabei bleiben, aber als ich sagte, dass ich auf jeden Fall bis zuletzt bei Rocky bleiben werde,

blieb sie ebenfalls dabei.

Nach der Narkosespritze hat sie erbrochen, aber danach ging es ganz schnell und Rocky hatte uns verlassen.

Mit einem weinenden und einem halb lachenden Herzen fuhren wir nach Hause.

Das weinende Herz war für Rocky und das halb lachende Herz war für Thunder, 

da ich dachte ihn an diesem Tag ebenfalls zu verlieren, 

aber der Tierarzt wollte noch mal andere Tabletten ausprobieren.

Das halb lachende Herz für Thunder deshalb, weil ich irgendwie wusste, 

dass dies nur ein Aufschub für eine bestimmte Zeit sein wird und so war es dann auch.

 

IN MEMORIAN OF ROCKY

 

 

"Mickey" 

* ca. August 1992 

t 18.06.2004

 

Als ich eines Tages - es war im späten Herbst (Oktober/November) - zur Arbeit fuhr,

sah ich einen kleinen Kater, der sich unter den warmen Autos verkroch.

Da er noch sehr klein war und es draußen sehr kalt war lockten meine Arbeitskollegin und ich

den Katzer unter einem Auto hervor, brachten ihn ins Haus und gaben ihm Milch zu Trinken.

Da wir den kleinen Kater nicht wieder in die Kälte hinauslassen wollten entschieden wir, 

dass irgendjemand den kleinen Kater mit nach Hause nehmen sollte.

Da meine Arbeitskollegen kein Interesse an dem Kater hatte, 

rief ich meine Mutter an und erzählte ihr die Situation. 

Sie kam dann gegen Mittag mit einem Transportkorb vorbei 

und wir nahmen den Kater mit nach Hause. 

Wir riefen beim Tierheim an und erkundigten uns, 

ob jemand einen solchen Kater vermisst. 

Wir gingen mit ihm zum Tierarzt, da er immer nieste. 

Der Tierarzt stellte auch eine schwere Erkältung fest, 

d. h. er hätte draußen ohne Medikamente nicht überlebt.

Mickey wurde von niemandem vermisst und so blieb er bei uns.

"Mickey" verstand sich auf Anhieb mit "Rocky" und "Sascha" und er spielte sofort

nach der Ankunft zu Hause mit "Sascha" und fühlte sich sichtlich sehr wohl.

Meine Mutter sagte oft, dass er so anschmiegsam ist und man könnte glauben, dass

er sich bedanken wollte, dass er gerettet wurde und es ihm so gut geht.

Mickey war immer nur Haut und Knochen, obwohl er sehr viel fraß.

Es lag wahrscheinlich daran, dass er bevor wir ihn fanden schon ziemlich krank war und er 

trotz sofortiger Behandlung durch den Tierarzt Schädigungen behielt.

Er war aber agiler und viel frecher als "Rocky".

Am 16.06.2004 sagte meine Mutter, dass es "Mickey" nicht gut ginge.

Am Freitag, den 18.06.2004 fuhr meine Mutter dann zum Tierarzt, weil sie "Mickey" vor dem

Wochenende noch untersuchen lassen wollte.

Da ich mit meinen Hunden sowieso auch zum Impfen musste, nahm ich meine Hunde, 

setzte mich ins Auto und fuhr ebenfalls zum Tierarzt.

Meine Mutter war noch nicht dran und wir gingen zuerst mit "Mickey" ins Besprechungszimmer.

Der Tierarzt stellte eine Entzündung im Mundraum fest und nahm "Mickey" Blut ab.

Danach mussten wir auf das Ergebnis warten.

In der Zwischenzeit wurden meine Hunde geimpft.

Danach gingen wir wieder mit "Mickey" ins Besprechungszimmer 

und der Tierarzt sagte uns den Befund.

Er sagte etwas von drei Nierenwerten, wobei einer schon so hoch war, dass die Anzeige

den höchsten Wert erreicht hatte und der evtl. sogar noch höher liegt und auch die

anderen beiden Nierenwerte ziemlich schlecht seien.

Als wir fragten, was man da machen könnte schüttelte er nur den Kopf und sagte:

"Da kann man leider gar nichts mehr machen, man kann ihn nur noch erlösen."

Ich sah meine Mutter an - meine Mutter sah mich an ...

Ich war den Tränen nahe und meine Mutter sah mich an und weinte bitterlich ...

Meine Mutter ging ja zum Tierarzt weil sie sah, dass es Mickey gar nicht gut ging,

die Entscheidung war also klar, wir wollten Mickey nicht länger leiden lassen.

Meine Mutter ging dann hinaus und ich blieb noch bis der Arzt ihr die Narkosespritze gab.

Ich streichelte "Mickey" noch mal und nahm Abschied von ihm.

Ich hätte noch warten sollen, bis er auch die letzte Spritze bekam 

und hätte noch bei ihm bleiben sollen - tut mir leid "Mickey".

Aber ich habe alles weitere vom Fenster aus beobachtet bis der Arzt den Kopf schüttelte 

und ihn auf seinen Händen hinaustrug.

Ich denke "Mickey" weiß dass ich ihn bis zur letzten Sekunde seines Lebens begleitet habe.

Meine Mutter machte sich dann Vorwürfe, warum sie nicht schon früher zum Tierarzt gegangen ist.

Ich konnte sie nur dahingehend trösten, dass sie alles für "Mickey" getan hat.

Sie hatte ihm fast 12 Jahre seines Lebens geschenkt und ohne ihre Hilfe

wäre "Mickey" ja bestimmt schon 1992 gestorben.

 

IN MEMORIAN OF MICKEY

 

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