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Thunder du pont de l'Escaut
* 07.11.1995 in Temse (Belgien)
t 11.01.2007
Züchterin: Sabine Briessinck
Mutter: CH Richesse du Bohemien
Vater: MULTI CH Mirage des Amis allemands
Als ich im Juni 1995 Leon das erste mal auf der Spezialzuchtschau der LG-Bayern in Remlingen ausstellte, sah ich einen Rüden der mich von Anfang an faszinierte. Es war MULTI CH Mirage.
Außerdem erzielte CH Richesse an diesem Tag auch ein sehr gutes Ergebnis.
Da ich von Anfang an eigentlich einen schwarzen Rüden haben wollte, überlegte ich mir einen zweiten Hund anzuschaffen.
Demzufolge informierte ich mich über die beiden Hunde und erfuhr, dass beide schon sehr viele sehr gute Ausstellungsergebnisse erzielt hatten und beide Champions (CH) waren.
Irgendwann rief ich dann bei Sabine in Belgien an und fragte, ob sie vielleicht einen Wurf plant.
Ihr werdet es nicht glauben !!!
Sabine sagte, dass sie mit Richesse gerade zum Decken bei Mirage war.
Als ich das hörte, sagte ich sofort zu Sabine, dass ich aus dieser Verpaarung einen schwarzen Rüden haben möchte.
Ich war so froh einen Sohn von Mirage zu bekommen und dachte mir sofort alle möglichen Namen für meinen kleinen aus.
Als ich mal wieder mit Sabine telefonierte, sagte sie, dass nur ein schwarzer Rüde aus dieser Verpaarung herauskam und es ihr T-Wurf ist. Doch gerade mit "T" fiel mir kein Name ein.
Irgendwann im November sagte ein Bekannter zu mir, nenn ihn doch "Thunder". Auf "Thunder" kam er, weil im Oktober 1995 ein Lied von East17 herauskam, das "Thunder" hieß. So bekam mein Kleiner seinen Namen.
Leider konnte ich meinen Kleinen vorab nicht sehen, da Sabine sehr weit weg wohnte. Als die Welpen dann älter wurden, machte ich einen Abgabetermin mit Sabine aus. Wir vereinbarten den 23.12.1995. Also fuhr ich am 23.12.1995 mit einem Bekannten sehr früh los um meinen Kleinen abzuholen. Wir kamen irgendwann Nachts sehr spät zurück. Aber am 24.12.1995 war er bereits in seiner neuen Heimat.
Das war das schönste Weihnachten, dass ich je hatte.
Wie bereits bei "Leon" erwähnt, hatte ich am Anfang Angst, wie sich "Leon" gegenüber "Thunder" geben würde.
Da "Thunder" ja bereits bei Sabine mit einem großen fauven Rüden zusammen war, hatte er auch vor "Leon" keine Angst. Im Gegenteil - "Leon" war schon immer ein sehr ruhiger Briard und das Gegenteil davon war nun "Thunder".
Er ließ Leon keine Sekunde in Ruhe. Immer wieder turnte er auf "Leon" herum und wollte spielen. Trotz eines zähnefleischenden Leons wurde mir nach ein paar Tagen klar, dass er "Thunder" nur erziehen wollte und Thunder auch nie weh tat. Sie waren und sind ein Herz und eine Seele - bis auf ein paar einzelne Ausnahmen, die man nach den Jahren die sie zusammen sind an 5 Fingern abzählen kann.
Wobei mir Schäferhundbesitzer später weissagten, dass ich die Hunde zumindest wenn sie erwachsen sind auseinander sperren müsste und im schlimmsten Falls sogar wieder einen weggeben müsste.
Vor diesem Schritt hatte ich sehr Angst - aber das ist Gott sei Dank nicht eingetroffen.
Im Frühjahr 1996 gingen wir (meine Mutter, Leon, Thunder und ich) mal wieder in der Stadt spazieren.
An diesem Tag fiel uns auf, dass ein Team des örtlichen TV-Senders in der Innenstadt filmte.
Als meine Mutter zufällig an dem Tag Abends das Programm von OberpfalzTV einschaltete trauten wir unseren Augen nicht - wir waren im Fernsehen.
Im Juli 1996 fuhren wir zu "Thunder's" erster Ausstellung nach Remlingen.
Am 08. September 1996 fand in Weiden eine Informationsschau für Rassehunde statt. Diese Schau wurde vom "Allgemeinen Verein für Rasse- und Gebruchshunde Weiden" organisiert.
Ich stellte meine beiden Hunde ebenfalls vor, die beide mit einer sehr guten Beurteilung abgeschnitten haben.
Ebenfalls im September 1996 fuhren wir gleich wieder auf eine Ausstellung nach Leipzig.
Als wir am 28.09.1999 früh nach dem Spaziergang nach Hause gingen kam vor dem Haus ein Hund auf uns zu und griff meine Hunde, die an der Leine waren an. Nach dieser kurzen Streiterei gingen wir nach Hause. Im Verlauf des Tages merkte ich wie "Thunder" immer ruhiger wurde und auch beim Spazieren gehen nur ganz langsam ging.
Er fraß auch nichts atmete sehr schwer und lag zu Hause nur ganz ruhig in seiner Ecke rum. Da es Wochenende war, konnte ich auch nicht zum Tierarzt gehen. Als es am Montag noch nicht besser war, ging ich zum Tierarzt. "Thunder" musste etwas in die falsche Kehle bekommen haben oder er hatte durch die Aufregung des Streites mit dem anderen Hund zuviel kalte Luft eingeatmet haben, wodurch er eine Bronchitis bekam. Nachdem er Injektionen und Medikamente bekam ging es ihm nach drei Tagen schon wieder gut.
Am 10.02.2000 gingen wir wieder mal im Wald spazieren, als "Thunder" auf einmal laut quietschte.
Ich untersuchte ihn sofort und bemerkte, dass eine seiner Krallen hinten links gebrochen war.
Wir gingen gleich am nächsten Tag zum Tierarzt, der dann die Kralle abschneiden musste.
Ich glaube bei uns habe ich mit als erste zwei Hunde gehabt. Aber es wird in unserer Gegend immer populärer zwei oder mehr Hunde zu haben.
Thunder ist ein wundervoller Hund. Er ist SEHR anhänglich und immer zu Spielen und Späßen aufgelegt.
Er verträgt sich mit allen anderen Tieren - egal ob andere Hunde (groß oder klein), Katzen usw.
Er hat das tolle Gangwerk von seinem Vater Mirage geerbt und er ist - wie Gaby Elsner mir schon, als er ein halbes Jahr war, vorausgesagt hat - ein Energiebündel hoch Drei, was er von seinem Vater und seiner Mutter geerbt hat.
Aus diesem Grund und weil er auch bis jetzt immer noch ein Treibauf ist und man ihm nie wirklich böse ein kann, da man immer denkt er lacht einen an oder aus bzw. immer Fröhlichkeit verbreitet, ist und bleibt er für mich mein "Kasper".
Als "Thunder" ca. 8 1/2 Jahre alt war, kam wieder einmal der Film "Top Dog".
Wer den Film nicht kennt, in diesem Film spielt ein kopierter fauver Briard - namens Einstein - die Hauptrolle.
Ein paar Tage danach gingen wir mit den Hunden spazieren als plötzlich ein Auto neben uns anhielt.
Der Mann fragte mich dann: "Das sind Briard's - oder ?"
Dann sagte die Frau ach, die gibt es auch in schwarz ... der gefällt mir auch gut.
Sie erkundigten sich noch nach dem Alter der Hunde.
Da "Thunder" es hasst irgendwo stehen zu müssen und sich wahnsinnig freut, wenn es endlich weiter geht, springt er sobald es weiter geht vor Freude herum.
Als wir weitergingen hörte ich noch den Mann zu seiner Frau sagen: "Sie dir den Hund an wie fit der noch in dem Alter ist."
Am Freitag, den 29.11.2004 gingen wir wie jeden Tag noch Nachts spazieren.
Wie jeden Tag lief "Thunder" ohne Leine.
Doch an diesem Tag waren die Hunde der angrenzenden früheren Metzgerei - jetzt nur noch Gastwirtschaft - noch im Hof frei. Als sie zu bellen anfingen lief "Thunder" zum Tor, kam danach nach meinem Ruf aber zurück.
Aber danach blieb er auf halbem Weg kurz stehen und nahm irgend etwas vom Boden auf. Ich rief sofort, dass er es auslassen sollte und wollte ihm seine "Beute" wegnehmen, aber er lief sofort weg und schluckte es herunter.
Danach kam er sofort wieder zu mir und wir gingen nach Hause.
In dieser Nacht hat "Thunder" dreimal gespuckt.
Am nächsten Tag war alles wieder gut - außer dass er am Samstag Abend noch zweimal gespuckt hat.
Da ich in der nächsten Woche ausnahmsweise von Montag auf Dienstag beruflich über Nacht wegbleiben musste und erst am Dienstag spät Abends zurückkommen werde, waren wir (meine Mutter und ich) froh, dass am Sonntag scheinbar wieder alles in Ordnung war. Doch dann kam es ...
Ich ging am Montag Morgen noch mit meinen Hunden wie immer spazieren. Als ich ihm aber dann sein Futter gab wartete er schon nicht so ungeduldig wie sonst und legte sich dann sogar noch neben sein Futter hin.
Das kannte ich von "Thunder" nicht, aber ich dachte, dass er evtl. wieder merkt, dass ich länger als sonst wegsein werde. Ich machte mir zwar Gedanken, aber was sollte ich tun - ich musste arbeiten.
Um ca. 11 Uhr erreichte ich endlich meine Mutter am Telefon und fragte sie ob "Thunder" noch etwas gefressen hätte, was sie aber verneinte. Soweit so gut - "Thunder" schadet es im Grunde genommen nicht, wenn er mal eine Malzeit auslässt, aber Sorgen macht man sich schon.
Am Abend rief ich wieder meine Mutter an, sie versuchte zwar "normal" zu reden, ich merkte aber schon an ihrer Stimme, dass etwas nicht stimmt und folgerte sofort, dass es "Thunder" nicht gut ging. Das bestätigte mir meine Mutter auch und sagte, dass er nur langsam spazieren ging, immer wieder jammerte und auch noch immer nichts fressen wollte. Außerdem hatte er noch ziemlichen Durchfall bekommen. Da meine Mutter kein Auto hat und ich auch sonst niemand belästigen wollte, sagte ich zu meiner Mutter, dass sie "Thunder" gut beobachten sollte und wenn es wirklich schlechter wird auch Nachts unseren Tierarzt -und auch mich - anrufen sollte. Wir schliefen in dieser Nacht alle ziemlich schlecht.
Als ich dann am nächsten Morgen um 7 Uhr bei meiner Mutter anrief, sagte sie mir, dass er schon etwas aufmerksamer als am Vortag war. Um ca. 8 Uhr rief sie mich dann noch mal an, das "Thunder" zwar etwas aufgeweckter als am Vortag war, aber immer noch nichts fressen wollte.
Das gleiche hörte ich den ganzen Tag, als ich anrief.
Als ich dann spät Abends nach Hause kam war auch die Freude nicht so groß wie immer und er hatte auch als ich Nachts spazieren ging noch ziemlichen Durchfall.
Am nächsten Morgen war er schon wieder einigermaßen fit und ging auch normal spazieren, also versuchte ich, da er immer noch nicht fressen wollte, ihn per Hand zu füttern, was auch für ein paar Brocken Trockenfutter gelang.
Aber dann hörte er freiwillig wieder auf. Da war mir klar, dass ich mit ihm zum Tierarzt gehen muss. Ich machte mir den ganzen Tag Gedanken, was es sein könnte und schloss auch eine Vergiftung nicht aus.
Also fuhren wir Nachmittag um ca. 15 Uhr zum Tierarzt. Der untersuchte ihn und meinte, dass es wahrscheinlich nur eine schwere Infektion ist. "Thunder" bekam zwei Spritzen und ein Mittel, das die Darmflora beruhigen sollte.
Am nächsten Tag sollten wir noch mal kommen. Er bekam wieder zwei Spritzen und der Tierarzt meinte, nachdem er ihn abgehört hatte, dass es schon deutlich besser sei. Außerdem bekam er ein leicht verträgliches Futter.
Nachdem "Thunder" eigentlich schon nach dem ersten Tierarztbesuch schon wieder fressen wollte, aber noch durfte, freute er und auch wir uns, dass wir ihm wenigstens dieses leicht verträgliche Futter geben durften.
Danach wurde es von Tag zu Tag wieder besser.
Am 13.12.2004 rannte "Thunder" vor der Haustüre gleich auf den ersten Strauch los um sein "kleines" Geschäft zu verrichten.
Ich dachte mir nur, dass er evtl. an diesem Tag mehr als sonst getrunken hatte.
Als es aber die folgenden Tage immer wieder vorkam, machte ich mir Sorgen.
Als "Thunder" dann am Mittwoch Abend, trotzdem er wie immer seine Spaziergänge hatte, vor unserem letzten Spaziergang in den Flur machte, war mir klar, dass etwas nicht stimmen konnte.
Wir fuhren also am Donnerstag, den 16.12.2004 wieder mal zum Tierarzt.
Ich hatte bereits vorab telefonisch mit dem Tierarzt vereinbart, dass er eine Blutuntersuchung durchführen sollte. Außerdem nahm er "Thunder" noch Urin ab, der ebenfalls untersucht wurde.
Die Urinwerte zeigten eine deutliche Anzahl von weissen Blutkörperchen und Blut im Urin.
Die Blutwerte bestätigten die Urinwerte - aber ansonsten war das Blutbild sehr gut.
Der Tierarzt meinte, dass durch die vorhergehende Infektion die körpereigenen Abwehrkräfte fehlten und "Thunder" sich deshalb noch eine Infektion eingehandelt hatte. Welcher Hund sich evtl. vom anderen angesteckt haben kann ist nicht klar.
"Thunder" bekam zur Behandlung Tabletten und ein spezielles Futter.
Am 27.12.2004 fuhren wir zur Nachuntersuchung noch mal zum Tierarzt.
An diesem Tag wurden noch mal bei beiden Hunden Urinuntersuchungen durchgeführt.
Bei Thunder war es schon bedeutend besser geworden und er bekam zur Nachbehandlung andere Tabletten.
Nach der Einnahme dieser Tabletten war bei Thunder wieder alles o.k.
2006 hatte Thunder immer wieder Probleme mit seinen Pfoten.
Einmal war die linke und später die rechte Vorderpfote stark angeschwollen nachdem wir im Garten waren.
Irgendetwas muss ihn immer gestochen haben.
Außerdem wurde er 2- 3 Monate an der Wolfskralle der linken Hinterpfote behandelt, die zum Schluss operativ entfernt
werden musste.
Durch diese Behandlungen konnten wir oft nicht am Flyballtraining teilnehmen.
Trotzdem fuhren wir am 01.Oktober 2006 mit unserer Flyballmannschaft incl. Thunder zum 1. Bayerischen Oktoberfestturnier nach Starnberg.
Obwohl ich Thunder nur als Ersatzhund geplant hatte musste er das komplette Turnier mit bestreiten und hat sich trotz seines Alters tapfer gehalten.
Am Vormittag kamen wir mit unserer Mannschaft auf den 3. Platz und bei der Platzierung am Nachmittag unglücklicherweise leider nur auf den 4. Platz, da wir im 3. Lauf leider gegen das beste Team des Turniers antreten musste und wir gegen die natürlich das Rennen verloren haben.
Am 08. Oktober 2006 absolvierte Thunder erfolgreich noch seine Begleithundeprüfung.
Am 18. Oktober 2006 hatte ich überlegt, ob ich mit Thunder nicht noch in Cham die Begleithundeprüfung machen sollte.
Ich habe uns aber dann doch nicht angemeldet.
Am 14. Oktober 2006 ging Thunder am Abend auf einmal nur ganz langsam und hatte immer seinen Kopf unten, wo er sonst immer ganz stolz ging.
Ich beobachtete dies ein paar Tage, da er sonst o.k. war und ich dachte, dass er sich vielleicht verkühlt hatte.
Am Freitag, den 17. Oktober ging ich dann zum Tierarzt, der gab ihm eine Spritze und Tabletten mit.
Am Samstag war er wieder der alte und ging ganz normal, aber ab Sonntag verschlimmerte sich sein Zustand wieder.
Nach ein paar Tagen ging ich wieder zum Tierarzt, da sich sein Zustand nicht besserte.
Der Tierarzt machte dann eine Röntgenaufnahme, auf der er einen Schatten auf der Niere feststellte.
Er meinte ich sollte in einer Tierklinik eine Ultraschalluntersuchung machen lassen um näheres festzustellen.
Er gab mir dann die Adresse einer Tierklinik in Bayreuth.
Am Abend rief ich dann den Vorstand unseres Hundevereins an und er meinte ich sollte doch mal zu dem Tierarzt in der Tschechei fahren. Er rief dort an und fragte ihn, ob er auch ein Ultraschallgerät hat und vereinbarte dann einen Termin.
Also fuhren wir mit Thunder in die Tschechei zum Tierarzt. Dieser diagnostizierte dann dass es etwas mit der Wirbelsäule zu tun hat und gab mir Tabletten für Thunder mit. Eine Woche später sollten wir zur Nachuntersuchung kommen, was wir dann nach vorheriger telefonischer Absprache auch machen. Wir hatte für diesen Termin eine Röntgenaufnahme geplant und Thunder musste nüchtern kommen. Auf dieser Röntgenaufnahme war zu sehen, dass Thunder einen verschobenen 6. Halswirbel hat und sich der auf das Becken bzw. die Hinterbeine auswirkte. Er hatte keine Koordination mehr über seine Hinterbeine. Am Anfang ist mir das gar nicht aufgefallen, aber es wurde zunehmend schlimmer. Ab diesem Zeitpunkt konnte er nur noch mit Kortisontabletten einigermaßen gehen und er durfte kein Halsband mehr tragen nur noch Geschirre.
Wir fingen mit 4 Kortisontabletten an und gingen dann schrittweise bis auf 2 Tabletten pro Tag zurück.
Mit diesen 2 Tabletten pro Tag wäre wir (Thunder und ich) auch zurecht gekommen. Aber es wurde dann - ab 27.12.2006 - wieder schlechter und wir mussten wieder schrittweise auf 3 Tabletten erhöhen.
Als dies auch nicht viel half rief ich am 29.12.2006 wieder beim Tierarzt an und er meinte nur, dass es zwei Möglichkeiten gibt.
Die erste Möglichkeit ist auf 4 Tabletten zu erhöhen und die zweite Möglichkeit ist Thunder zu erlösen.
Zu diesem Zeitpunkt ging Thunder schon sehr schlecht, kippte immer wieder mit den Hinterbeinen um und konnte schlecht Kot absetzen, aber ich meinte immer noch, dass ich es schaffen musste ihn wieder hinzubringen.
Jede kleinste Verbesserung nahm ich war und dachte, jetzt schaffen wir es doch noch.
Am 29.12.2006 fuhren wir dann zu unserem Tierarzt und ich hatte mich schon irgendwie abgefunden, dass ich Thunder nicht mehr mit nach Hause bekommen würde. Aber der Tierarzt meinte, dass er es mit anderen Tabletten noch versuchen wolle.
Also bekam ich andere Tabletten für Thunder und er durfte doch wieder mit nach Hause fahren.
Die folgenden 2 Wochen waren die Hölle für mich !!!!
Jeden Tag schob ich den Gang zum Tierarzt hinaus, obwohl ich innerlich wusste es gibt keinen Ausweg mehr.
So schön die Weihnachtszeit vor 11 Jahren (als ich Thunder bekam) war so furchtbar war diese Weihnachtszeit.
Ich gab ihm dann außer den neuen Tabletten zusätzlich auch noch die alten Kortisontabletten und erhöhte wieder bis auf 3 Tabletten (= 60 mg).
Am 11. und 12. Januar nahm ich mir dann Urlaub um bei Thunder zu sein.
Am Morgen des 11. Januar sprachen uns dann wieder Leute an, wie schlecht Thunder doch gehen würde und ob es nicht besser wäre ihn zu erlösen.
Zusätzlich hatte Thunder die letzten Tage, obwohl er sich entleert hatte immer einen so dicken Bauch, der mir gar nicht gefiel.
Ich dachte am Vormittag des 11. Januar, dass ich ihn erlösen müsste, am Mittag wollte ich ihn doch wieder nicht hergeben.
Aber Thunder gefiel mir dann doch nicht und ich nahm all meinen Mut zusammen und packte ihn ins Auto und fuhr zum Tierarzt. Der sah ihn sich noch einmal an und meinte nur, ob das für den Hund noch ein Leben sei?
Diese Frage musste ich verneinen, da Thunder immer ohne Leine laufen wollte und nun bereits seit 2 Monaten nur noch ganz langsam an der Leine einigermaßen gehen konnte.
Das schlimme an dieser Entscheidung war ja, dass Thunder geistig fit war und im Liegen auch mit seinem Hartgummibringholz, das er so liebte, spielte. Er wollte überall mit - konnte aber nicht mehr so wie er wollte.
Was aber meine Entscheidung - ihn gehen zu lassen - beeinflusste war sein dicker Bauch (ich denke es war schon die Niere und die Leber in Mitleidenschaft gezogen worden).
Ich musste ihn an diesem Tag leider gehen lassen.
Ich werde ihn immer vermissen und er wird immer in meinem Herzen bleiben.
Ich hoffe, dass er jetzt auf der Regenbogenwiese wieder laufen und mit anderen Hunden spielen kann.
Thunders Leben begann mit einem Lied ("Thunder" von East17) nachdem er seinen Namen bekam und endet auch mit einem Lied ("All good things - come to an end" von Nelly Furtado aus dem Album "Loose") der Titel des Albums und des Liedes passen genau auf das Ende der guten Beziehung von Thunder und mir.