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Wie alles begann

 

 

 

 

Seit dem ich laufen kann musste ich den Hund (einen Rauhhaardackel) von Nachbarn mindestens ein mal am Tag im Hof spazieren führen.

 

Als ich größer wurde ging ich fast jeden Tag mit allen möglichen Hunden (von Rauhhaardackel über Boxer bis zum Collie bzw. Schäferhund - der Größe nach) aus der Nachbarschaft spazieren.

 

Jedes größere Fest, an dem man Geschenke bekommt, hoffte ich, dass ich von meiner Mutter einen Hund geschenkt bekomme. Aber das war leider nicht so und es gab jedes Mal Tränen und große Enttäuschung.

 

Aber ich habe immer gesagt, "wenn ich groß bin", dann kaufe ich mir einen Hund.

Als ich dann "groß" war, tat ich das auch.

 

Da die Familie meines damaligen Freundes, den ich später heiratete, schon immer Schäferhunde (altdeutsche Schäferhunde) hatte und wir 4-mal in der Woche zum Schäferhundeverein (SV) fuhren (der SV war nur 4-mal die Woche auf), wollte ich eigentlich auch einen altdeutschen Schäferhund - die Betonung liegt auf altdeutsch, da die zum einen längeres Haarkleid hatten und auch als freundlicher und eigensinniger gelten.

 

Da wir damals aber nur eine Wohnung mit 80 qm hatten und normalerweise eingefleischte Schäferhundbesitzer so einen Hund nicht in der Wohnung halten, dachte mein Mann (damals noch Freund) dass für die Wohnung ein kleiner Hund genügt.

 

Da ich froh war überhaupt einen eigenen Hund zu bekommen, dachte ich zuerst an einen kleinen Yorkshire-Terrier.

Also gut - wir fuhren bei uns in der Gegend zu einem Züchter der unter anderem auch Yorkshire-Terrier züchtete.

Diese Yorkshire-Terrier kosteten damals (ich weiß nicht wie es heute ist) nach Gewicht, d.h. je weniger die Welpen wiegen und je kleiner die Hunde bleiben, desto mehr Geld kosten sie. Da das damals für uns zuviel Geld gewesen wäre und ich keinen größeren Yorkshire-Terrier wollte, kamen wir auf eine andere Rasse von der er auch gerade Welpen da hatte.

 

NEIN KEIN BRIARD

(noch nicht - der kam erst VIEL später)

 

Ich hatte mich dann in einen kleinen Welpen verliebt - es war ein Shi(h)-Tzu.

Den haben wir dann auch sofort mitgenommen.

Er hieß "Ali-San vom Tschomolhari" - genannt "Sascha", von meinem Mann wurde er aber "Sepp" bzw. "Sepperl" genannt.

 

Irgendwann im Oktober oder November 1988 brachte mein Mann von der Arbeit eine kleine Katze mit nach Hause. Er sagte sie wurde von einem Hund gejagt und die Besitzer sagten, dass er sie mitnehmen könnte, wenn er will. Wir tauften sie "Rocky". Mein Mann baute gleich einen Kratzbaum für sie.

 

1990 lernte ich, nachdem mein Mann 1989 verstorben war, meinen damaligen Freund kennen. Irgendwann kam er auf die Idee wir könnten uns einen größeren Hund anschaffen.

Ich weiß bis heute nicht wie er auf die Rasse des Picard gekommen ist - er hatte es wahrscheinlich irgendwo gelesen.

Ich habe mich dann über die Rasse des Picard informiert und erfuhr dann dass es noch zwei weitere Rassen der französischen Hirtenhunde und zwar, den Briard und den Beauceron, gibt. Da ich Hunde mit langem Fell vorziehe und mich die Rasse Briard faszinierte,  war mir klar -

 

wenn, dann NUR ein Briard.

 

Also riefen wir den Züchter, von dem ich auch "Sascha" gekauft hatte, an.

Da er auch in der Tageszeitung schrieb, dass er auch Briards züchtete oder vermittelte, fragten wir, ob er zur Zeit Briardwelpen hat.

Ihr glaubt es nicht !!!

Er hatte wirklich einen Briard, der gerade 3 Monate alt war.

Wir fuhren sofort hin und sahen uns den "kleinen" Welpen an.

Das war mein erster Briard den wir "Timmy" tauften.

Timmy war aber leider viel zu groß um an Ausstellungen teil zu nehmen.

 

Als ich im Oktober oder November 1992 am Morgen zur Arbeit fuhr, sah ich auf dem Parkplatz eine kleine Katze, die sich, da es sehr kalt war, unter den warmen Autos verkroch. Mir tat die Katze leid und ich hatte Angst, dass sie evtl. überfahren wird. Ich beschloss sie unter dem Auto hervorzulocken, was mir auch gelang. Meine Arbeitskollegin und ich versteckten sie vorerst in der Toilette und gaben ihr etwas zu Essen und zu Trinken. Da wir sie nicht wieder in die Kälte lassen wollten entschieden wir - nach einem Telefonat mit meiner Mutter - dass meine Mutter sie mit nach Hause nimmt. Wir tauften ihn "Mickey".

Meine erste Katze "Rocky" versteckte sich daraufhin drei Tage lang auf der Küchenzeile und kam nur zum Fressen kurz herunter. Dieses Verhalten verbesserte sich aber nach diesen drei Tage zusehends. Mit meinem Shi-Tzu "Sascha" verstand sich "Mickey" aber sofort bestens.

 

Als ich mich Anfang Dezember 1994 von meinem damaligen Freund trennte wollte ich eigentlich Timmy mitnehmen.

Alle meinten aber, dass er es dort besser hätte. Da ich den ganzen Tag in der Arbeit war und der Vater meines Freundes immer mit Timmy spazieren ging, ließ ich Timmy schweren Herzens bei meinem Freund. Ich hätte ihn ja immer wieder sehen können - dachte ich damals wenigstens.

 

3 Wochen später erfuhr ich, über einen Verwandten meines Ex-Freundes, dass es Timmy nicht mehr gibt.

Mein Ex-Freund und sein Vater hatten ihn "töten" lassen, weil er angeblich seinen Schwager gebissen hätte und alle danach Angst vor Timmy gehabt hätten.

 

Als ich das erfuhr hatte ich hatte tagelang einen Schock.

 

Ich wusste nur eines - ich wollte wieder einen Briard, der auf jeden Fall NUR mir gehört, damit mir so etwas nicht mehr passieren kann.

 

Das war das schrecklichste Weihnachtsfest, das ich je erlebte.

 

Da ich mich in den 4 1/2 Jahren, die ich Timmy hatte, über die Rasse Briard weiter informiert hatte und gesehen habe, dass es auch Briards mit Stehohren gibt, war mir klar ich will einen Briard, der mich nicht sofort an Timmy erinnert. Timmy war braun (fauve) mit Schlappohren - also wollte ich einen schwarzen (noir) Briard mit Stehohren.

 

Dieser Briard sollte aber sofort zur Verfügung stehen und nicht älter als 8 Wochen sein.

Also habe ich mich im Internet umgesehen und auch Züchter gefunden, die gerade Welpen hatten.

 

So kam ich zu meinem ersten Briard aus einer "richtigen" Briard-Zucht.

 

Ich kann nur der These, die viele Briard-Besitzer vertreten, zustimmen - da sie jetzt bereits seit 1990  und auch bestimmt noch weiterhin (evtl. mein ganzes Leben lang) auf mich zutrifft.

Diese These besagt:

 

"Einmal ein Briard - immer ein Briard !"

 

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