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Leon des Marais de St. Brice

 

 

 

 

 

 

 

* 03.01.1995 in Marest-Dampcourt (Frankreich)

t  10.05.2008

 

Züchterin: Mme. Marie-Christine Roland

 

Vater: Craneur du Moulin d'eau

Mutter: Dzana du Chalet du Gardien

 

 

 

    

 

 

 

 

 

Nachdem ich mich im Internet über Briard-Züchter aus dem Ausland (wegen den kupierten Ohren) informiert hatte, suchte ich mir den Züchter aus, der gerade Welpen da hatte.

Die Wahl fiel auf eine französische Züchterin, die gerade Welpen im Abgabealter da hatte. Da ich kein französisch kann, ließ ich einen Arbeitskollegen anrufen. Dieser vereinbarte dann ein Treffen bei Mme Roland in Frankreich.

Da Mme. Roland sagte, dass es ihr L-Wurf sein, überlegte ich mir welchen Namen ich ihm geben könnte. Da er aus Frankreich kommt sollte er auch einen französischen Namen erhalten. Auf Leon kam ich als ich einen Film mit Jean-Claude van Damme sah, der Titel des Films ist "Leon".

Am vereinbarten Tag fuhren dann mein Onkel, meine Mutter und ich nach Frankreich um uns die Welpen anzusehen.

Ich fuhr mit dem Gedanken hin einen schwarzen Rüden mit nach Hause zu nehmen.

In Frankreich angekommen sahen wir uns zuerst die erwachsenen Hunde von Mme. Roland an. Danach zeigte sie uns die Welpen. Es waren ca. 10 braune (fauve) und schwarze (noir) Welpen. Doch zu meiner Enttäuschung waren alle Rüden braun (fauve) und nur die Hündinnen schwarz (noir). Ich wollte dann eigentlich eine schwarze (noir) Hündin mitnehmen, aber meine Mutter wollte keine Hündin und meinte ich solle doch lieber einen Rüden nehmen. Für Leon hat sich dann eigentlich meine Mutter entschieden, da sie meinte, nimm doch den (ich weiß nicht mehr mit welcher Begründung). Nach längerer Überlegungspause und Begutachtung dieses Welpen, nahm ich dann doch diesen braunen (fauve) Rüden mit.

Im Endeffekt war es mir auch egal, welche Farbe der Hund hatte. Hauptsache ich hatte wieder einen Hund.

 

Leon entwickelte sich prima und fuhr von Anfang an sehr gern Auto. Ich setzte ihn immer auf den Beifahrersitz, aber während der Fahrt kam er immer auf meinen Schoß und sah zum Fenster hinaus.

 

Im Juli 1995 fuhren wir zu  Dritt (Leon, meine Mutter und ich) zu unserer ersten Ausstellung nach Remmlingen.

 

Als ich dann am 23.12.1995 "Thunder" mit nach Hause brachte, war dieser natürlich nach der langen Fahrt mit seinen 7 Wochen zunächst müde. Die nächsten Tage beobachtete ich die Hunde jede Minute. Manchmal hatte ich Angst, dass Leon evtl. eifersüchtig sein könnte und "Thunder" beißen könnte. Da "Thunder" aber schon bei Sabine mit einem großen fauven Briard aufgewachsen war, hatte er auch von "Leon" keine Angst.

Er turnte auf ihm herum und manchmal fletschte Leon auch seine Zähne, wobei ich ziemlich Angst um meinen Kleinen hatte. Aber nach ein paar Tagen merkte ich, dass "Leon" den Kleinen nur erziehen und in seine Grenzen weisen wollte. Er wollte dem Kleinen nicht wehtun und er tat "Thunder" auch kein einziges Mal weh. Sie spielten einfach nur und Leon ging ganz sanft mit dem Kleinen um.

 

Als wir Anfang Januar 1996 mit "Leon" - wie immer - auf seiner Wiese spielten, schrie "Leon", während er hinter einem geworfenen Spielzeug herlief, auf einmal laut auf. Ich tastete "Leon" sofort ab, konnte aber nichts feststellen und "Leon" schien nach etwas humpeln auch wieder normal zu laufen.

Da mir das alles etwas komisch vorkam, behielt ich die Hinterpfote von "Leon" im Auge. Zuerst bemerkte ich nichts, aber dann fiel mir auf, dass er diese Pfote zu Hause beim Stehen nicht richtig belastete. Beim Spazieren gehen lief er aber ganz normal.

Ich ging sicherheitshalber am 08.01.1996 zum Tierarzt.

Dieser sagte etwas von Kreuzbandriss und bog die Hinterpfote von Leon hin und her. Dann sagte er, dass er es vorsichtshalber und um sicher zu gehen röntgen müsste, da die Briard's einen Kreuzbandriss ganz leicht mit den Muskeln überspielen könnten. Also wurde Leon geröntgt und es war tatsächlich ein Kreuzbandriss. 

Der Arzt lobte mich, dass ich so eine "Kleinigkeit" im Verhalten überhaupt bemerkt hatte.

Wir vereinbarten sofort einen Operationstermin für 3 Tage später.

Am 11.01.1996 wurde Leon operiert und bekam ein Band eingesetzt. Die Operation verlief gut, aber Leon hatte einen ganz nackten Oberschenkel und eine ziemlich lange Narbe. Zu Hause angekommen wurde Leon schon wieder langsam wach. Als er sich etwas aufrichten wollte rutschte er etwas aus, wovon er so Angst bekam oder evtl. auch noch ziemliche Schmerzen hatte, dass er gar nicht mehr aufstand. Ich musste ihn zum Gassi gehen raustragen und auch draußen blieb er die ersten Tage da stehen wo ich ihn hinstellte. Drinnen legte ich ihn auch immer da hin wo ich war, damit er nicht irgendwo alleine liegen musste. 11 Tage später konnten schon die Fäden gezogen werden und mit dem Laufen wurde es immer besser. Ein paar Wochen durfte Leon leider nur an der Leine spazieren gehen. Danach versuchte ich ihn immer mehr laufen zu lassen und er lief bald genauso gut wenn nicht besser als vor der Operation.

 

Im Frühjahr 1996 gingen wir (meine Mutter, Leon, Thunder und ich) mal wieder in der Stadt spazieren.

An diesem Tag fiel uns auf, dass ein Team des örtlichen TV-Senders in der Innenstadt filmte.

Als meine Mutter zufällig an dem Tag Abends das Programm von OberpfalzTV einschaltete trauten wir unseren Augen nicht - wir waren im Fernsehen.

 

Am Samstag, den 04.05.1996 schwelten beide Augenpartien von Leon von innen nach außen an. Aber am Abend schien alles wieder soweit abgeschellt zu sein. Da sich Leon ansonsten ganz normal verhielt und es zudem noch Wochenende war, wollte ich abwarten und ging vorerst nicht zum Tierarzt.

Am Sonntag, den 05.05.1996 lag Leon ziemlich apathisch immer zu meinen Füßen. Ich sah mir zuerst seine Augenpartie wieder an, aber da war nicht mehr. Danach tastete ich den ganzen Hund ab - fand aber nichts. Am Nachmittag viel mir auf einmal seine Zunge auf. Diese war auf der linken Seite dick und dick angeschwollen. Ich rief gleich meinen Tierarzt an und fragte ob ich sofort vorbeikommen könnte. Er war Gott sei Dank zu Hause und ich konnte vorbeikommen. Er diagnostizierte eine Insektenallergie und durchsuchte Leon. Unter dem dichten und langen Haarkleid von Leon wurde er dann fündig. Leon musste eine Biene oder eine Hummel gestochen bzw. gebissen haben. Leon bekam eine Spritze und Medikamente. Es ging ihm schnell wieder gut.

Seitdem hat Leon sogar vor jeder Fliege Angst und verkriecht sich am Liebsten unter dem Tisch.

 

Im Juli 1996 fuhren wir ein zweites Mal nach Remlingen. Dieses Mal waren wir zu viert, da "Thunder" natürlich auch mit dabei war.

Vor dieser Ausstellung wollte ich wissen welches Stockmaß Leon hat, da ich mir nicht sicher war, ob er die Mindesthöhe hatte. Wir maßen Leon x-mal und kamen oft gerade so, da Leon unter dem Stockmaß immer kleiner wurde, an das Mindestmaß heran. Irgendwann gaben wir es auf. Leon hatte natürlich die Mindestgröße, aber eines blieb bis heute. Seit dieser Zeit hat "Leon" einen Spitznamen - er ist und bleibt mein "Zwerg/erl".

 

Am 08. September 1996 fand in Weiden eine Informationsschau für Rassehunde statt. Diese Schau wurde vom "Allgemeinen Verein für Rasse- und Gebruchshunde Weiden" organisiert.

Ich stellte meine beiden Hunde ebenfalls vor, die beide mit einer sehr guten Beurteilung abgeschnitten haben.

Während wir am Ende der Beurteilung nur am Rande es Raumes standen und uns die einzelnen Hunde ansahen, hörte Leon draußen andere Hunde. Da wir neben dem Fenster standen und Leon schon immer alles beobachten musste und gern zum Fenster hinaussah, sprang er kurzerhand mit den Vorderfüßen auf die Fensterbank und sah hinaus. Dies sah zufällig ein Vertreter der hiesigen Zeitung der vor Ort war und musste das sofort aufnehmen und zu unserem Erstaunen wurde dieses Bild auch mit dem Artikel über diese Informationsschau veröffentlicht.

 

(Zeitungsausschnitt)

 

Ebenfalls im September fuhren wir erneut zu einer Ausstellung.

Dieses Mal ging es nach Leipzig.

 

Als wir am 28.09.1999 früh nach dem Spaziergang nach Hause gingen kam vor dem Haus ein Hund auf uns zu und griff meine Hunde, die an der Leine waren an. Nach dieser kurzen Streiterei gingen wir nach Hause. Da ja - wie ich bereits bei "Thunder" geschrieben habe, "Thunder" nur sehr schwer atmete und es ihm offensichtlich nicht gut ging, widmete ich meine ganze Aufmerksamkeit "Thunder" zu. Nachdem es Thunder am 01.09.1999 wieder besser ging, widmete ich "Leon" mehr Aufmerksamkeit, da er ja 3 Tage lang zurückstecken musste. Ich strich ihm die lange Mähne aus den Augen und fiel dabei fast in Ohnmacht. Leon's linkes Auge war voller Eiter - es sah schrecklich aus. Ich machte mir solche Vorwürfe, dass ich es nicht schon früher bemerkte. Ich fuhr sofort zum Tierarzt, der dann feststellte, dass das Auge im äußeren Augenwinkel eingerissen war. Das musste noch auf die Streiterei mit dem Hund am 28.09. zurückzuführen sein. Gott sei Dank war die Netzhaut des Auges nicht verletzt worden. "Leon" musste erst mit Antibiotika behandelt werden und das Auge einigermaßen wieder abschwellen bevor eine Operation überhaupt möglich war. Wir vereinbarten einen Operationstermin für den 03.09.1999. Das Auge wurde mit ein paar Stichen wieder zusammengenäht, was am Anfang fürchterlich aussah. Leider ging bei der Wundheilung der innerste Faden auf. Die Tierärztin meinte aber, wenn "Leon" nicht Probleme mit dem Auge bekommen würde könnte man es so lassen, ansonsten müsste er noch mal operiert werden. Ich habe Gott sei Dank bis heute nichts festgestellt, dass er Probleme mit diesem Auge hat.

 

Als "Leon" ca. 9 Jahre alt war, kam wieder einmal der Film "Top Dog".

Wer den Film nicht kennt, in diesem Film spielt ein kopierter fauver Briard - namens Einstein - die Hauptrolle.

Ein paar Tage danach gingen wir mit den Hunden spazieren als plötzlich ein Auto neben uns anhielt.

Der Mann fragte mich dann: "Das sind Briard's - oder? Wir haben den Film "Top Dog vor ein paar Tagen im Fernsehen gesehen und wollen jetzt auch so einen Hund."

 

Am Donnerstag,, den 02.12.2004 wollte Leon wieder mal nichts fressen. Er lag nur den ganzen Tag faul herum und wollte auch nicht spazieren gehen.

Da ich sowieso an diesem Tag noch mal mit "Thunder" zum Tierarzt musst, nahm ich Leon mit.

Ich konnte aber nichts konkretes sagen, was Leon fehlte. 

Da ich sowieso mal eine Blutuntersuchung bei Leon machen wollte, schlug mir mein Tierarzt vor, dass wir mal einen Termin vereinbaren sollte, und das er an diesem Termin auch Röntgenaufnahmen von Leon machen wollte. 

 

Am 04.12.2004 bekam Leon auch schrecklichen Durchfall.

Da ich ja von "Thunder" noch die Medikamente zu Hause hatte, gab ich auch Leon gleich etwas davon.

Als es am Sonntag immer noch nicht besser war, rief ich meinen Tierarzt an und fragte, ob ich vorbeikommen könnte.

Wir fuhren also am Sonntag Abend zum Tierarzt. Dieser untersuchte ihn und stellte wie bei "Thunder" ein paar Tage vorher eine schwere Darminfektion fest. "Leon" bekam zwei Spritzen und ein Pulver zum Aufbau der Darmflora.

Am nächsten Tag bekam er ebenfalls wieder zwei Spritzen und für zu Hause ein leicht verträgliches Futter.

Nach ein paar Tagen war er wieder fit und fraß zu unserer Freude sofort sein Futter und sogar den ganzen Napf auf.

 

Seit 13.12.2004 kam mir "Thunder" bereits komisch vor.

Als dann "Thunder" am Mittwoch Abend, trotzdem er wie immer seine Spaziergänge hatte, vor unserem letzten Spaziergang in den Flur machte, und kurz darauf auch noch Leon, war mir klar, dass etwas nicht stimmen konnte.

Wir fuhren also am Donnerstag, den 16.12.2004 wieder mal zum Tierarzt.

Ich hatte bereits vorab telefonisch mit dem Tierarzt vereinbart, dass er eine Blutuntersuchung durchführen sollte. Außerdem nahm er "Leon" noch Urin ab, der ebenfalls untersucht wurde.

Die Urinwerte zeigten eine deutliche Anzahl von weissen Blutkörperchen und Blut im Urin.

Die Blutwerte bestätigten die Urinwerte - aber ansonsten war das Blutbild sehr gut.

Der Tierarzt meinte, dass durch die vorhergehende Infektion die körpereigenen Abwehrkräfte fehlten und "Leon" sich deshalb noch eine Infektion eingehandelt hatte. (Welcher Hund sich evtl. vom anderen angesteckt haben kann ist nicht klar.)

"Leon" bekam zur Behandlung Tabletten und ein spezielles Futter.

Am 27.12.2004 fuhren wir mit beiden Hunden noch mal zur Nachuntersuchung.

An diesem Tag wurden noch mal bei beiden Hunden Urinuntersuchungen durchgeführt.

Bei Thunder war es schon bedeutend besser geworden und er bekam zur Nachbehandlung andere Tabletten.

Bei Leon war es noch nicht viel besser geworden und er bekam noch mal die stärkeren Tabletten.

Am 03.01.2005 mussten wir leider wieder zum Tierarzt. Diesen Termin wollten wir eigentlich bereits im letzten Jahr durchführen. So mussten wir diesen Termin leider an Leon's 10. Geburtstag durchführen.

Das es terminlich leider nicht anders ging, musste ich Leon heute auf HD röntgen lassen.

Außerdem wurde noch mal eine Urinuntersuchung durchgeführt. Jetzt war bei Leon auch dies wieder viel besser.

Der Tierarzt hatte nach dem Röntgen eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht war, dass die Wirbelsäule von Leon total in Ordnung und wie bei einem jungen Hund ist.

Die schlecht Nachricht war, dass Leon leider eine schwere beidseitige Hüftgelenksdysplasie (HD) hat.

Gegen die Entzündung bekam er eine Spritze und zur weiteren Behandlung Tabletten.

Diese muss er nun immer einnehmen um den Knorpelaufbau zu fördern.

Zusätzlich musste ihm bei dieser Gelegenheit ein kleiner Zahn ihm Unterkiefer gezogen werden, da er abgesplittert war.

Am 10.01. bekam Leon am Abend ziemlich starke Bauchschmerzen und Krämpfe.

Am nächsten Tag schien alles wieder in Ordnung zu sein.

Da er uns doch nicht ganz gefiel und nachdem er ja doch vorher schon sehr krank war, gingen wir am 13.01. trotzdem zum Tierarzt. Dieser diagnostizierte eine Bauchfellentzündung. Leon bekam wieder mal Spritzen und wir sollten in 1 Woche wieder nachsehen lassen.

Da uns Leon ganz und gar nicht gefiel und es nicht besser wurde, gingen wir am Sonntag noch mal zum Tierarzt. Dieser untersuchte Leon noch mal und tippte dieses mal auf eine Prostatavergrößerung. Wieder bekam Leon eine Spritze und wir sollten in 1 Woche nachsehen lassen. Am Sonntagnachmittag fiel mir dann noch auf, dass ein Hoden drei- bis viermal so groß war wie der andere. Ich rief beim Tierarzt an und sagte ihm das. Er meinte ich solle das mal beobachten und dass es von der erneuten Harnwegsentzündung käme.

Da es Leon sichtlich schlechter ging und er scheinbar immer mehr Schmerzen bekam, gingen wir gleich am nächsten Tag, am 17.01.05, wieder zum Tierarzt. Dieses Mal machte der Tierarzt eine Ultraschall-Untersuchung. Bei dieser stellte sich heraus, dass Leon einen großen Abszess an der Prostata hatte. Es wurde auch wieder eine Harnentnahme durchgeführt, bei der sich herausstellte, dass der Urin fast ausschließlich aus Eiter bestand und ganz milchig war. Leon bekam zum wiederholten Male eine Spritze und das musste in dieser Woche jeden Tag erfolgen.

Das schlimmste an diesem Tag war aber, dass der Tierarzt sagte: "Hoffen wir, dass der Abszess nicht aufgeht, sonst können wir nichts mehr für Leon tun."

Nach meiner Frage, wie er die Chancen für Leon einschätze, meinte der Tierarzt, dass er nicht glaubt, dass es so weit kommen würde und der Abszess aufgeht.

Er schien sich da meines Erachtens aber gar nicht so sicher zu sein.

Wir hatten das ganze Wochenende schon fast nicht geschlafen und immer nur Leon beobachtet, wie es ihm geht. Nach dieser Nachricht war die nächsten Tage an Schlaf gar nicht zu denken.

Am Dienstag war er dann schon so schwach, dass er kaum aufstehen wollte oder konnte.

Durch seine Schmerzen in den letzten Wochen ging er ja meistens, schon lange nicht mehr, weit spazieren. Er hatte auch fast keine Muskeln mehr in den Hinterfüssen.

Mein erster Gedanke an diesem Tag war, dass er sich aufgegeben hat und ihm das alles viel zu viel war.

An diesem Tag sagte mir der Tierarzt, was ich schon befürchtet hatte, dass Leon wenn er das alles überstanden hat noch eine Operation bevorsteht. Er müsse kastriert werden, um eine erneute Entzündung der Prostata zu verhindern.

Ab Mittwoch ging es dann aber trotzdem in ganz, ganz kleinen Schritten etwas aufwärts.

Am Donnerstag wurde dann wieder ein Harntest durchgeführt. Dieser fiel Gott sei Dank schon viel besser aus.

Am 24.01.2005 wurde noch mal eine Harnentnahme und eine Ultraschall-Untersuchung bei Leon durchgeführt. Bei beiden Untersuchungen war eine deutliche Verbesserung zu erkennen, wobei die Ultraschall-Untersuchung noch einen kleinen Schatten des Abszesses erkennen ließ. Der Tierarzt meinte aber, dass die Gefahr eines Aufgehens des Abszesses nicht mehr bestehen würde. Leon bekam zur weiteren Behandlung wieder Tabletten.

Im Anschluss an die Behandlung mit den Tabletten vereinbarten wir dann auch den Termin für die Operation.

Der Operationstermin kam immer näher und ich war mir nicht sicher ob ich die Operation evtl. verschieben sollte.

An Operationstag, den 03.02.2005, war ich mir gar nicht sicher, ob wir die Operation überhaupt durchführen sollten, da Leon immer noch sehr geschwächt war. Außerdem war einer der Hoden wieder etwas entzündet. Der Tierarzt meinte aber, dass wir genau deswegen sofort operieren sollten.

Bei dieser Gelegenheit, da er sowieso in Narkose lag, wurde auch der Zahnstein mit entfernt.

Am nächsten Tag fand eine Nachbehandlung statt, die erfreulicherweise gut ausfiel.

Leon bekam, um Entzündungen zu vermeiden wieder Tabletten.

Der Tierarzt meinte nur, ich solle gut auf Leon aufpassen und zusehen, dass er keine Entzündung bekommt. Er wäre froh, dass er Leon's Gesundheit, nach diesen schweren Erkrankungen, überhaupt wieder so weit herstellen konnte.

Am 14.02. konnten dann, nachdem alles gut verlaufen ist, die Fäden gezogen werden.

Danach nahm Leon langsam wieder an Gewicht zu und wurde auch wieder etwas munterer.

Ob ich je wieder den Leon bekomme, der er noch im Herbst 2004 war mag ich zu bezweifeln.

Aber was auch kommen wird wir haben 3 ziemlich schwere Monate miteinander durchgehalten und es geschafft, dass Leon überhaupt noch bei uns ist.

Er darf zwar jetzt nichts mehr im Verein arbeiten, aber er darf immer noch mit und ab und zu darf er auch einen Trainingswagen ziehen. Das macht er zu gerne. Aber der Tierarzt sagte, dass es ihm mehr schadet wenn er mehr Gewicht zieht, als seine Muskeln evtl. aufzubauen.

Er geht bei jedem Wetterumschwung ziemlich ungern hinaus, obwohl ich ihm einen SUPER Hundemantel für die kalte und einen nur für die nasse Jahreszeit gekauft habe.

Er geht auf sichtlich immer schwerer und langsamer und auch bei weitem nicht mehr so lange wie vorher.

Außer er will und man geht seinen Weg. Das hat er wohl in den 3 Monaten seiner Krankheit herausgefunden, dass wir uns nach seinen Wegevorschlägen richten.

Es ist zwar vielleicht nicht in Ordnung, aber ich will ihn nicht übermäßig zwingen, wenn er nicht will.

Außer er ist in seinem Garten, da merkt man ihm nichts von Hüftgelenkdysplasie oder seinem Alter an.

Da kann er 50 Meter rauf und runter rennen, wenn ein Hund den er nicht mag an seinem Garten vorbeigeht.

Lt. Tierarzt sollte er das zwar nicht und manchmal, wenn er zuviel rennt, stoppen wir ihn, da er sonst am Abend oder am nächsten Tag wieder nur schwer laufen kann. In Maßen bin ich aber froh, wenn er wenigstens in seinem geliebten Garten etwas läuft.

Seit April 2005 geht er jetzt auch Nachts nicht mehr mit, aber so lange er nicht ins Haus macht und Nachts durchhält soll er seinen Willen haben. Thunder freut sich, das er sich nicht mehr nach dem langsamen Tempo von Leon richten muss, sondern seine Laufgeschwindigkeit bestimmen kann. 

Im Laufe der nächsten Jahre ging Leon mal besser und weiter und mal wollte er wieder nicht so laufen.

Je nach Wetterlage und auch im Laufe des Älter werdens von Leon wurde die Spaziergänge immer kürzer.

Da wir im September 2007 umgezogen sind, musste Leon auch nicht mehr so viele Treppen steigen.

Seit Herbst 2007 bekam Leon täglich sein Schmerzmittel.

Im Frühjahr 2008 ging Leon nur noch sehr schlecht.

Die Tierärztin meinte am 10.04.2008, dass wir jetzt doch auf Cortison umstellen sollten, da zu seiner schweren HD auch noch eine Verknöcherung der Wirbelsäule gekommen ist,  was wir dann auch taten.

Die Dosis konnte wöchentlich reduziert werden und Leon ging wieder etwas besser und auch etwas weiter.

Ich freute mich, da ich dachte, dass wir Leon mit dem Cortison doch noch über den Sommer haben würden.

Ab April 2008 fuhren wir auch abends immer mit beiden Hunden mit dem Auto an verschiedene Orte zum Spazieren gehen.

Leon freute sich, dass er wieder Auto fahren durfte und versuchte sogar mit den Vorderfüßen ins Auto zu gelangen, was natürlich nicht mehr ging. Auch an den Spaziergängen hatte er sichtlich mehr Freude, da er immer wieder neue Gerüche um sich hatte. Er ging zeitweise so schnell, dass er an der Leine zog. Dies hielt zwar nicht lange an, aber dann ging er mit Mutti halt langsamer weiter und lag danach halt in dem warmen Gras und wartete mit Mutti bis ich mit Chance zurückkam und es im Auto wieder nach Hause ging.

Am Mittwoch, den 07.05.2008 brachte mir Leon als ich Mittag nach Hause kam sogar eines seiner Spielzeuge, was er seit ca. 5 Wochen schon nicht mehr machte. Ich freute mich riesig und war mir sicher, dass wir auf dem richtigen Weg waren und es Leon besser ging.

Am Mittwoch Abend wollte er gar nicht recht rausgehen, ging aber dann doch um 23 Uhr noch mal kurz raus.

Auch den ganzen Donnerstag stand er nur nach sehr langem Auffordern auf und ging nur kurz raus.

Ich habe ihm dann am Donnerstag Abend auch wieder eine Cortison-Tablette gegeben.

Am Freitag Mittag stand er dann wieder selbständig auf und ging kurz raus.

Wir sind dann am Freitag Abend zum Tierarzt gefahren, wo er zunächst als wir ihn aus dem Auto gehoben hatten nur sehr schwer mit den hinteren Beinen hoch kam, aber dann doch wieder lief.

Die Tierärztin bestätigte mir , dass ich mit der höheren Dosierung des Cortisons weitermachen sollte.

Außerdem bekam Leon Tropfen gegen Blähungen, da er seit Donnerstag einen aufgeblähten Bauch hatte.

Freitag nacht hatte er dann ziemliche Blähungen und war unruhig.

Als wir nachts noch mal raus wollten kam er drinnen gar nicht mehr hoch und wir haben ihn dann mit einer Decke bis zur Haustüre getragen. Dort stand er dann auf und machte auf der Wiese vor der Haustüre sein Geschäft.

Am Samstag Morgen versuchte er nicht einmal mehr aufzustehen und als er es doch einmal versuchte, knickte er hinten sofort wieder ein.

Da wusste ich, dass ich ihm das Leid und die Schmerzen die er scheinbar seit ein paar Tagen hatte ersparen muss.

Ich rief beim Tierarzt an und die Tierärztin meinte dann auch, dass evtl. ein Bandscheibenvorfall dazu gekommen ist und es besser ist ihn zu erlösen.

Um 11 Uhr packten wir Leon wieder auf die Decke, trugen ihn ins Auto und fuhren zum Tierarzt.

Auch beim Tierarzt ließ er sich ohne Mucken mit der Decke in die Praxis tragen.

Er schlief in meinen Armen ganz ruhig ein.

So musste ich ihn an diesem Tag leider gehen lassen.

Ich werde ihn immer vermissen und er wird immer in meinem Herzen bleiben.

Ich hoffe, dass er jetzt auf der Regenbogenwiese wieder laufen und mit anderen Hunden spielen kann.

 

 

IN MEMORIAN OF LEON

 

 

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